Chest Pain Unit am Marien-Hospital Marl erneut zertifiziert

Marl, 10. Juni 2015 

Schnelle Hilfe bei Schmerzen in der Brust

Das Blaulicht zeigt den Notfall an: Gerade hat die Feuerwehr einen Mann, der über stechende Schmerzen in der Brust, Schweißausbrüche und Atemnot klagt, in das Marien-Hospital gebracht. Dort gibt es eine so genannte Chest Pain Unit (übersetzt: Brustschmerz-Einheit), die auf Notfälle wie diesen spezialisiert ist. Die Einrichtung wurde bereits vor einigen Jahren von der „Deutschen Gesellschaft für Kardiologie“ zertifiziert und hat den Qualitätscheck nun erneut erfolgreich bestanden. Im gesamten Kreis Recklinghausen können nur zwei Einrichtungen diese Auszeichnung vorweisen. „Das Zertifikat bestätigt uns, dass wir nach international anerkannten Kriterien arbeiten und eine Notfallversorgung auf höchstem Niveau anbieten“, freut sich Prof. Dr. Martin Spiecker, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und zugleich Leiter der Chest Pain Unit.

Die Vergabe des Gütesiegels ist mit hohen Auflagen verbunden: So muss im Marien-Hospital an allen 365 Tagen im Jahr und volle 24 Stunden am Tag ein Herzkatheter-Team bereit stehen. Im Marler Krankenhaus beteiligen sich daran fünf Kardiologen. Die erfahrenen Fachärzte sind in der Lage, lebensbedrohliche Situationen richtig einzuschätzen und bei akuten Herzinfarkten die verstopften oder verschlossenen Gefäße mit Hilfe eines Ballonkatheters und eines Stents sofort wieder zu weiten. Dadurch können sie in vielen Fällen irreversible Schädigungen des Herzmuskels verhindern. Auch die EKG-Monitorüberwachung der Patienten direkt nach der Aufnahme, ein Notfalllabor sowie verschiedene bildgebende Verfahren – etwa Ultraschall, Echokardiografie, Computer- und Magnetresonanztomografie – sind Voraussetzung für die Anerkennung.

Nicht zuletzt garantiert das Gütesiegel, dass die Behandlung im Marien-Hospital von der Aufnahme über die Diagnostik bis hin zur Therapie nach einem festgeschriebenen Ablaufplan erfolgt. Das ist ein entscheidendes Plus, um den Wettlauf gegen die Zeit zu gewinnen. Denn wenn ein Patient mit Schmerzen in der Brust eingeliefert wird, kommt es auf jede Minute an, um rasch die Ursache für die Beschwerden zu finden. Alle Handgriffe müssen sitzen; jeder im Team weiß daher, was bei welchen Symptomen zu tun ist. Für die häufigsten und wichtigsten Notfall-Herzerkrankungen liegen im Marien-Hospital standardisierte Behandlungspfade vor. Dazu zählen neben dem Herzinfarkt auch Herzrhythmusstörungen, eine Lungenembolie, Blutdruckentgleisungen, Luftnot und ein Aorteneinriss. Spiecker: „Alle nationalen und internationalen Studien zeigen, dass die strukturierte Vorgehensweise beim Herzinfarkt langfristig zu besseren Therapieergebnissen führt. Außerdem kann man so die Rate an schweren Komplikationen, wie etwa einen erneuten Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, um rund zehn Prozent senken.“ Weitere Informationen unter www.kardiologie-marl.de.

Pressearchiv

Abendsprechstunde Herzrhythmusstörungen Nachbericht
Medienhaus Bauer vom 25.02.2016
(175 KB)

Abendsprechstunde Herzrhythmusstörungen Vorbericht
Medienhaus Bauer vom 18.02.2016
(179 KB)

Abendsprechstunde Luftnot durch Herzschwäche Nachbericht
Marler Zeitung vom 12. März 2015
(189 KB)

Abendsprechstunde Luftnot durch Herzschwäche Vorbericht
Marler Zeitung vom 05. März 2015
(232 KB)

Ankündigung Vortrag Herzrhythmusstörungen - Herzwoche Marl
Marl aktuell vom 01. November 2014
(331 KB)

Vortragsankündigung Herzrhythmusstörungen
Marler Zeitung vom 30. Oktober 2014
(466 KB)

Abendsprechstunde Koronare Herzerkrankung Nachbericht
Medienhaus Bauer vom 24. Juni 2014
(395 KB)

Abendsprechstunde Koronare Herzerkrankung Vorbericht
Medienhaus Bauer vom 19. Juni 2014
(4,3 MB)